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AT&S neutral


31.10.2002
Helaba Trust

Die Analysten von Helaba Trust stufen die Aktie von AT&S (WKN 922230) von "untergewichten" auf "neutral" hoch.

Die Österreicher seien der größte europäische Anbieter von Leiterplatten, die in der Elektronikbranche Einsatz fänden. Dieser Bereich umfasse die mobile Telekommunikation sowie andere Anwendungen, wie Palmtop-Computer. Die Forschungsschwerpunkte lägen zum einen in der Integration von aktiven und passiven Bauelementen, zum anderen in der Miniaturisierung sowie der Nutzung von Nanotechnologie für die Anwendung in Verbindungsverfahren.


Das Unternehmen habe kürzlich die 2. Quartals-Zahlen vorgelegt. Demnach hätten sich die Umsätze mit 65,5 Mio. EUR (+5% gegenüber dem Vorquartal; -8% gegenüber dem Vorjahr) im Rahmen der Erwartungen bewegt. Hierzu hätten vor allem die Erlöse mit den Hauptkunden Nokia und Siemens (Anteil: 58%, Steigerung gegenüber des Vorquartals von 13%; Vorquartal: 54%; Vorjahr: 66%) beigetragen. Dank erfolgreicher Kostensenkungsmaßnahmen sei die Bruttomarge um 5%-Punkte gegenüber dem Vorquartal auf 20,7% (Vorjahr: 14,6%) gestiegen. Die bisher angefallenen Anlaufkosten für das China-Werk (1. Halbjahr: ca. 2 Mio. EUR) hätten zu gestiegenen Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen geführt. Dennoch habe das EBIT überproportional auf 6,2 (Vorquartal: 3,4; Vorjahr: 5) Mio. EUR zulegen können. Auch aufgrund der gesunkenen Steuerquote habe das Nettoergebnis 4,5 ( Vorquartal: 2,3; Vorjahr: 3,1) Mio. EUR betragen.

Die Nachhaltigkeit des kurzfristig zu beobachtenden Aufschwungs im mobilen Kommunikationsbereich bleibe abzuwarten. Für das laufende Geschäftsjahr gehe man dennoch von einer leichten Erlössteigerung aus. Die Margen sollten in den nächsten zwei Quartale aufgrund der Anlaufkosten des China-Werkes hingegen unter Druck geraten. Für das gesamte Geschäftsjahr 2002/03 dürfte jedoch aufgrund anhaltender Restrukturierungserfolge die Rentabilität per Saldo spürbar erhöht werden. Aktienrückkäufe der Gesellschaft (September: 81.000 Stück) dürften in den letzten Wochen den Kursverlauf gestützt haben.

Insgesamt seien bis Ende September 1,98 Mio. Anteile aus dem gesamten Volumen von 2,8 Mio. zurückgekauft worden. Angesichts der geringen Börsenumsätze könnte die Fortsetzung der Rückkäufe die Kursentwicklung weiter beflügeln. Andererseits erscheine der Titel trotz der planmäßigen operativen Entwicklung hoch bewertet. Mittlerweile sei der Aufschlag gegenüber der Peer Group bei wichtigen Bewertungsrelationen im dreistelligen Prozent-Bereich (EV/Umsatz, KGV 2003e) angelangt, so dass das weitere Potential eher begrenzt sein dürfte.

Insgesamt ändern die Analysten von Helaba Trust ihr Anlageurteil und empfehlen, AT&S-Papiere "neutral" zu gewichten.




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